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Der Hund

Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, den Hund meiner französischen Familie zu mögen. Wo fange ich an?

Das Tier heisst "Petit Père".

Petit Père stinkt. Freundlicher kann ich es nicht ausdrücken. Hält er sich länger als 5 Minuten in einem Zimmer auf, stinkt dieses danach genauso. Deshalb verschliesse ich immer schnell die Tür vor ihm. Das Problem: Petit Père kann nicht alleine sein. Petit Père kratzt also stundenlang an der Zimmertür, jammert, heult, bellt und kratzt und kratzt. Dieses Gekratze erfolgt in einer beachtlichen Lautstärke. Manchmal wummert er auch gegen die Tür. Aber da bleibe ich eisern und lasse ihn nicht rein. Denn ist er erstmal drin, fletzt er sich sofort auf meinen Teppich, sabbert ihn voll, stinkt vor sich hin und schnuppert an meinen Sachen. Alles was in seine Nähe kommt, oder manchmal sogar in sein Maul, nimmt sofort seinen Gestank an. Wenn ich dann genug von den Sabberflecken auf dem Teppich habe, nehme ich ihn mit spitzen Fingern am Halsband und schleife ihn hinaus. Genau! Danach stinken meine Hände! Um das alles zu vermeiden, lasse ich die Tür also geschlossen und übertöne sein Gejammer mit Musik. Am Tag funktionniert das auch durchaus. Das Problem ist der Morgen. Mein Wecker klingelt meistens als erstes, was er sofort bemerkt und nach einer "einsamen" Nacht im Wohnzimmer beginnt er natürlich wie wild an meiner Tür zu kratzen. Das Gute daran ist natürlich, dass ich in jedem Falle aufstehen müsste. Aber ganz ehrlich: Ich hasse diesen Hund!*

*Es ist das erste Mal, dass ich in meinem Leben mit einem Hund konfrontiert werde, deshalb verallgemeinert diesen Satz bitte nicht! Ich habe nicht grundsätzlich etwas gegen Hunde...

17.1.08 16:56


17.1.08 16:55


Habe versucht eine Glaubensgrundsatzdiskussion auf Französisch zu führen - Bin gescheitert.

Dafür hab ich heute im geschichtsunterricht ALLES verstanden! Na gut...das Thema war die Kolonisation Indiens und das dürfte ja einigen bekannt vorkommen...

14.12.07 19:24


Ein paar Worte zu meinem Geburtstag

Hach Leute war dit schön!  Am Morgen des 30 . Novembers sah ich mich zwar erstmal damit konfrontiert, dass ich mit einer Horde aufgebrachter französischer Schüler das Lycée blockierte und gegen krasse Mutationen des Schulsystems demonstrierte (meine linke Schulter war im französischen Fernsehen! ) . Auch meine zwei bislang besten Freundinnen hier haben sich gestritten und ich musste erfahren, dass ich in Englisch leider nur 14 Punkte hab (von 20). Abends um halb sieben, die Schule bzw. der "Blocus" waren beendet, hörte ich mir noch die krasse Familiengeschichte einer Freundin an und fuhr endlich nach Hause.

Der Tisch war ganz schön gedeckt, einige Freunde der Familie waren da, meine Gastschwestern, meine Gastmutter und der erste Gang wurde serviert. Einschliesslich bis zum Käse haben wir sehr gut gegessen, viel gelacht und geredet... Beim Geburtstagskuchen meiner Gastmama bin ich dann rot geworden, als sich alle Augen auf mich richteten und ich die 17 Kerzen ausblies. Geschenke gabs auch, Päckchen von zu Hause, einen Pullover und eine elektrische Zahnbürste!!!! (Hatte ich mir gewünscht...) Es war ein wunderschöner Abend um am Ende umarmte ich meine Gastmama ganz fest und dankte ihr für alles.

Letztes Wochenende waren wir bei meiner anderen Gastschwester und ihrem Freund in der Provence (Leute, Leute..das muss man gesehen haben!!) und da haben wir gleich noch ein bisschen weiter gefeiert. War alles so schön. Diese Familie ist ein ganz riesiger Glücksgriff , ich fühle mich so wohl, so richtig "familiär" .  

12.12.07 15:03


Französische Supermärkte

Wisst ihr was hart ist? Mit dem traurigen Resttaschengeld in Höhe eines Euros bewaffnet zur Weihnachtszeit einen französischen Supermarkt zu betreten!

Es gibt einfach zu viele Köstlichkeiten, zu viele nie probierte Kekse und Kuchen, Luxus-Dessert-Teller, Weihnachtssüssigkeiten ungeahnten Ausmasses und in einer Vielfalt, die einen mit offenem Mund durch die gut sortierten Regale spazieren lässt.

 Fragt mich nicht wieso, aber letztendlich habe ich mich für eine Englische Lakritzmischung eintschieden, da ich irgendwie Lust auf Lakritze hatte. Ich weiss nicht, sind deutsche Supermärkte genauso eine Wucht oder habe ich hier nur eine sensiblere Wahrnehmung der Dinge?

21.11.07 11:51


La rentrée

Die erschreckende Eintönigkeit der Ferien ist zu Ende, der harte französische Schulaltag geht weiter. Aber es ist wirklich toll. Meine Klassenlehrerin hat viel Verständnis für mich und in der Klasse lern ich immer mehr Leute kennen.

Mittlerweile habe auch ich begriffen, dass wir diese 15 Bücher für den Goncourt lesen mussten, dem französischen Literaturpreis. Eine ganz grosse Sache. In letzter Zeit war ständig Fernsehen und Radio im Unterricht anwesend. Ich hab mich da glücklicherweise immer drumherummogeln können, mein französisch ist ganz bestimmt noch nicht fernsehreif!

Es geschieht so viel hier, aber eigentlich auch gar nichts im Speziellen. Ich weiss schon gar nicht mehr, was für die lieben Berliner interessant ist. Vielleicht dass ich neulich auf Schlittschuhen zusammen mit lauter 14-jährigen zu Billigtechno abgegangen bin? Oder das ein Engländer mich nicht verstanden hat, weil ich den Satz aus Versehen auf französisch beendet habe? Oder das ich (wie Anke damals in Deutschland) im Buchladen den letzten Satz des neuen Harry Potter laut vorgelesen habe und alle mich böse angeguckt haben? Oder das ich meine Wand mit allen Fotos und Bildern geschmückt habe, die ihr mir geschhickt habt?

Wie auch immer. La vie est belle .

11.11.07 20:05


Ende Oktober in Montpellier

2 Monate bin ich jetzt schon hier..und tagsüber kann man hier bei Sonnenschein 23 Grad messen! Und ich hab dazu auch noch Ferien!!

Mit der Klasse waren wir neulich in Avignon wo wir 3 Autoren der 15 Bücher getroffen haben. Aber keine Sau hat auf den Brücken getanzt!

 

28.10.07 20:04


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